Unsere Historie
Eine Familiengeschichte

Chopard blickt auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurück. Heute schätzt man das Haus für seine Kreativität, die hochmodernen Technologien und die Virtuosität seiner Handwerkskünstler. Unter der Leitung der Familie Scheufele wurde Chopard zu einem der führenden Unternehmen der Schweizer Luxus-Uhrmacherkunst und -Schmuckfertigung.

Meilensteine

1860

Der 24-jährige Louis-Ulysse Chopard (1836 - 1915) gründet in Sonvilier in der Schweiz eine Manufaktur für Präzisionsuhren und spezialisiert sich auf Taschenuhren und Chronometer. Schnell erkennt er, dass seine Kunden vor allem ultraflache und äußerst präzise Taschenuhren für den täglichen Gebrauch nachfragen.

1885

Chopard macht sich einen Namen für zuverlässige, hochwertige Schweizer Uhren und wird offizieller Uhrenlieferant unter anderem für die Schweizerische Eisenbahngesellschaft „Tir Fédéral“. Auch der russische Zar Nikolaus II. zählt zu den Kunden.

1890

Karl Scheufele I (1877-1941) wird am 6. August 1877 in Pforzheim geboren und von seinen Eltern Johannes und Sophie Scheufele auf den Namen Karl Gotthilf getauft. Seine Eltern vermitteln ihm grundlegende Werte wie Mut, Beharrlichkeit, Unternehmergeist sowie Liebe zum Handwerk und zur Natur. Doch seine Eltern sterben früh, sodass sich sein Leben im Alter von elf Jahren völlig verändert. Er wird in einem Pforzheimer Waisenhaus untergebracht.
Trost findet der Junge in einer Uhrmacherlehre, die er im Waisenhaus absolviert, und er wird zum Goldschmied. Bald schon wird sein Talent erkannt, und einer seiner ersten Chefs schickt ihn auf Reisen ins Ausland, noch bevor er 20 Jahre alt ist.

1904

Karl Scheufele I gründet sein eigenes Unternehmen, die Firma „Karl Scheufele“ in Pforzheim. Er spezialisiert sich auf Schmuckuhren, Anhänger, Medaillons, Armbänder und Broschen in Gold mit Diamanten und Perlen. Oft sind diese Stücke mit floralen Jugendstilmotiven verziert. Die Kollektion wird unter dem Markennamen Eszeha vertrieben. Durch seine Kontakte, die er in jungen Jahren im Fernen Osten und in Russland geknüpft hat, wird sein Unternehmen international bekannt.

1912

Karl Scheufele I erzielt mit einer besonderen Klammer einen großen kommerziellen Erfolg: Mit einem speziellen Clip kann man eine Taschenuhr am Handgelenk oder als Anhänger tragen. 1912 wird das innovative System patentiert. Es ist mittig auf einem Armband angebracht und kann ein Uhrgehäuse zwischen zwei „Krallen“ sicher fixieren. Frauen sind besonders begeistert von dieser neuen Art, Uhren zu tragen.

1913

erscheint die erste Werbung für „La fabrique de montre L.U.C L.-U. Chopard, maison fondée en 1860“. In der Zeit zwischen 1914 und 1917 übernimmt der Sohn des Gründers Louis-Ulysse, Paul-Louis Chopard (1859 - 1940), nach und nach das Unternehmen. 1918 erscheint eine Werbung mit dem Titel „La fabrique de montre L.U.C le fils de L.-U. Chopard, maison fondée en 1860“ (L.U.C Uhrenfabrik, Sohn von L.-U. Chopard, gegründet 1860).

1937

Chopard siedelt nach Genf um, in das international anerkannte Zentrum des Uhrmacherhandwerks. Dort setzt Paul-André Chopard (1898-1968), der Enkel des Gründers Louis-Ulysse, die Familientradition fort.

1945

Am 23. Februar 1945 wird die Stadt Pforzheim bei einem schweren Bombenangriff fast vollständig zerstört. Auch das gesamte Hab und Gut der Familie Scheufele wird vernichtet. Karl Scheufele II (1907 - 1966), der das Unternehmen 1941 übernommen hat, macht sich an den Wiederaufbau in Pforzheim. Dort wird die Fabrik 1947 wieder eröffnet.

1958

Karl Scheufele II geht 1958 in den Ruhestand und übergibt die Fabrik mitsamt 35 Mitarbeitern seinem 20-jährigen Sohn Karl Scheufele III. Dieser ist Goldschmied und Uhrmacher und hat im Jahr zuvor Karin Ruf geheiratet.

1963

Um sein Unternehmen weiter zu entwickeln, will Karl Scheufele III eine Uhrenmanufaktur in der Schweiz, vorzugsweise in Genf, erwerben. Er reist in die Stadt und trifft dort Paul-André Chopard. Der Verkauf des Unternehmens ist schnell besiegelt und gemeinsam mit seiner Frau Karin entwickelt er Chopard weiter. Sie bauen die Produktion auf spektakuläre Weise aus und erlangen weltweites Renommee.

1976

Die Happy Diamonds verändern die Welt der Diamantuhren. Das einzigartige Design mit Diamanten, die sich zwischen zwei Saphirgläsern frei bewegen, macht sie zu einem der erfolgreichsten Modelle in der Geschichte des Hauses.

1978

Karl Scheufele III. will die vertikale Integration bei Chopard noch weiter ausbauen und investiert in eine eigene Gießerei. So wird es möglich, Goldlegierungen selbst herzustellen.

1980

Karl-Friedrich Scheufele, der Sohn von Karin und Karl Scheufele III., ist davon überzeugt, dass eine Edelstahluhr von Chopard erfolgreich sein wird. Mit 22 Jahren entwirft er die Schweizer Uhr St. Moritz – ein elegantes luxuriöses Sportmodell aus Stahl, das zu jeder Situation passt.

1985

Mit der Skizze eines Clowns, in dessen Bauch Diamanten und Farbsteine funkeln, betritt Caroline Scheufele, die Tochter von Karin und Karl Scheufele III., die Welt des Designs. Der Happy Clown wird zu einem Maskottchen des Hauses und ist der Anfang der ersten Schmuckkollektion von Chopard.

1988

Karl-Friedrich Scheufele, der die Leidenschaft seines Vaters für klassische Sportwagen teilt, macht Chopard zum Partner der legendären 1000 Miglia und lanciert die gleichnamige Luxus-Sportuhrenkollektion, die sehr erfolgreich wird.

1993

Caroline Scheufele entwirft eine sportliche Uhr mit Diamanten, bei der die ungewöhnliche Kombination von Stahl mit Diamanten im Mittelpunkt steht: die Happy Sport. Mit ihren Happy Diamonds, die sich frei zwischen zwei Saphirgläsern über das Zifferblatt bewegen, wird die Uhr zum Inbegriff des Casual Chic.

1996

Karl-Friedrich Scheufele gründet die Chopard Manufacture in Fleurier, in der anspruchsvolle, hochpräzise Schweizer Uhrwerke gefertigt werden.

1998

Chopard wird offizieller Partner der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und kreiert jedes Jahr atemberaubenden Schmuck sowie außergewöhnliche Events, um die Liebe zum Film zu feiern. Chopard schafft auch eine Auszeichnung für junge Talente sowie die legendäre Goldene Palme.

2000

Chopard präsentiert eine Weltneuheit: die Uhr L.U.C Quattro, ausgestattet mit dem Kaliber L.U.C 1.98. Dieses verfügt über vier Federhäuser. Die Konstruktion der beiden zweifach übereinanderliegenden Federhäuser wird als L.U.C Quattro® Technologie patentiert. Sie gewährt der Uhr eine Gangreserve von neun Tagen.

2010

Chopard feiert das 150-jährige Jubiläum und lanciert aus diesem Anlass die Haute Joaillerie Kollektion Animal World mit Motiven aus der Welt der Tiere. Die Kollektion umfasst 150 atemberaubende Schmuckstücke. Das Jubiläum ist auch Anlass für eine Haute Horlogerie-Kollektion und bietet unter anderem vier neue Kaliber: L.U.C EHG, L.U.C 1TRM, L.U.C 4TQE und L.U.C 1.010.

2013

Als Familienunternehmen, das sich der sozialen und ökologischen Herausforderungen der Uhren- und Schmuckindustrie bewusst ist, beginnt Chopard 2013 die „Journey to Sustainable Luxury“ – ein ambitioniertes und langfristiges Engagement. Getragen von einem Sinn tiefer Demut zielt es darauf ab, die Luxusbranche positiv zu verändern.

2016

Karl-Friedrich Scheufele präsentiert eine der kompliziertesten Uhren von Chopard: die L.U.C Full Strike, eine Minutenrepetition in einem Gehäuse aus ethischem, Fairmined-zertifiziertem Gold. Die Uhr gewinnt 2017 die Auszeichnung „Aiguille d’Or“ beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève.

2018

Seit Juli 2018 verwendet Chopard zu 100 Prozent ethisches Gold bei der Herstellung aller Uhren und Schmuckstücke.

2019

Karl-Friedrich Scheufele interpretiert die St. Moritz neu, seine erste erfolgreiche Uhr. So entsteht eine neue Uhrenkollektion, die von der Natur inspiriert ist: die Uhr Alpine Eagle.

2021

Caroline Scheufele, passionierte Liebhaberin der siebten Kunst, bittet Julia Roberts, die Frau mit dem berühmtesten Lächeln der Welt, die Happy Diamonds Frau zu verkörpern. „Sie und keine andere“, sagt Caroline Scheufele. „Julia Roberts war die einzige Frau, bei der ich das Gefühl hatte, dass sie den Esprit der Happy Diamonds vermitteln kann, so wie ich ihn interpretiere.“

2022

Chopard präsentiert My Happy Hearts, ein Arrangement aus zierlichen Herzen. Sie sind ausdrucksvolle Accessoires und können einzeln getragen oder im Stacking-Stil miteinander kombiniert werden. Die Schmuckstücke stehen für eine neues Verhältnis zu sich selbst, sind diskreter Ausdruck von Freiheit und Zeichen einer emanzipierten Generation.

2023

Chopard kündigt an, bis Ende 2023 alle Stahluhren – also Armbänder und Gehäuse – in Lucent Steel™zu fertigen, der einen Recyclinganteil von 80 Prozent hat. Bis 2025 soll der Recyclinganteil des Stahls auf mindestens 90 Prozent steigen.

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