Christophe, Chopard Enamelling Artisan
Christophe

der Emailkünstler

Alle Handwerkskünste, die in den Ateliers von Chopard Manufacture gepflegt werden, haben ein Ziel: Uhrwerke, Gehäuse oder Zifferblätter zu verschönern. Speziell dieses Kunsthandwerk wird auf der kleinen Oberfläche von Uhren ausgeübt. Alle diese Künste faszinieren, doch die Kunst des Grand-Feu-Emaillieren ist magisch. Es istunglaublich, wie ein Handwerker die Schönheit einer Pfingstrose auf ein Zifferblatt bannen und sogar die sanfte Bewegung ihrer Blütenblätter und die Subtilität ihrer Farben darstellen kann. Dass das nur mit Emailpulver, ein wenig Öl, einem Brennofen und einem Pinsel möglichst ist, scheint unglaublich. Christophe, der seit 2019 als Emailkünstler bei Chopard wirkt, ist der Mann hinter dieser wunderbaren Miniaturarbeit und enthüllt die Geheimnisse seiner Kunst.

Die Kunst des Grand-Feu-Emails ist bekannt dafür, dass sie sowohl große Geduld als auch große Sorgfalt erfordert. Das Zifferblatt ist dabei wie die Leinwand für einen Maler – allerdings mit dem Unterschied, dass dem künstlerischen Ausdruck nur ein sehr kleiner Raum zur Verfügung steht. In der Regel sind das nicht einmal ein paar Zentimeter im Durchmesser. Auch die Ausgangsmaterialien faszinieren: Dazu gehört mit Metalloxiden eingefärbtes Glas, das entweder so durchscheinend ist wie Zuckerkristalle oder opak wie Mosaikglas. Dieses Glas wird zerstoßen und zermahlen.

So entsteht ein Glaspulver, das zu Email wird. Bevor man es jedoch wie eine Farbe verwenden kann, muss es mit Kiefernöl vermischt werden. Die einzelnen Arbeitsschritte variieren je nach Motiv und Farbe. Die Arbeit beginnt aber immer damit, dass der Emailleur Ober- und Unterseite des Zifferblatts mit einer Schicht aus weißem Email überzieht und bei hohen Temperaturen brennt.

Das wird mehrmals wiederholt, um eine vollständige Grundlage aus weißem Email zu erhalten. Sobald der Emailleur mit dem Ergebnis zufrieden ist, wird das Zifferblatt im Ofen platziert, um sicherzustellen, dass die emaillierte Oberfläche gleichmäßig flach ist und sich das Basismaterial nicht verformt. Verschiedene Emailfarben schmelzen bei verschiedenen Temperaturen, selbst wenn sie wie eine homogene Mischung erscheinen. Da Christophe nach Präzision strebt, brennt er verschiedene Farben unabhängig voneinander. Erst wenn sein Werk vollendet ist, brennt er das Werkstück ein letztes Mal bei 800 Grad, um alles zu verschmelzen.

Man erkennt Christophes Arbeit an der anmutigen Eleganz von Händen und Gesichtern, die er malt. Auch seine Kunst, einen bestimmten Ausdruck zu vermitteln oder einer Pflanze Leben einzuhauchen, ist unverkennbar. Um ein Zifferblatt in ein Kunstwerk zu verwandeln, bedarf es nicht nur der Kenntnis von Emailliertechniken, sondern auch der perfekten Beherrschung von Zeichentechniken sowie wahrem Talent.

"Die traditionsreiche Kunst erfordert, dass jeder Emailleur seine eigenen Emailfarben herstellt - aus Kieselsäure, Kaolin, Blei und natürlichen Farbstoffen. Dabei geht es stets um die richtige Chemie."

-Christophe, der Emailkünstler

Christophe, der Emailkünstler

Drawing of a luxury watch dial
A Chopard Artisan crushing materials to get enamel powder
Coating the topside of a luxury watch dial with enamel
Luxury watch's dial first high-temperature firing
Different colours used for painting a luxury watch dial
A Chopard Artisan working on a luxury watch dial
A Chopard Artisan painting a luxury watch dial
A Chopard Artisan working on a luxury watch
"Die größte Schwierigkeit ist die Konsistenz. Wenn man sich die Technik einmal angeeignet hat, muss man beweisen, dass man das Niveau auch halten kann."

- Christophe, der Emailkünstler
A Chopard Artisan painting a luxury watch case
Artisan of emotions

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